Ratgeber · Abschied

Dein Tier ist gestorben. Was jetzt?

Wenn ein geliebtes Tier stirbt, steht für einen Moment alles still. Hier findest du in Ruhe die wichtigsten Schritte und Möglichkeiten, ohne Druck.

1. Nimm dir Zeit

Du musst nichts überstürzen. Ein verstorbenes Tier kann einige Stunden zu Hause bleiben, damit sich alle verabschieden können, auch andere Tiere im Haushalt. Lege es an einen kühlen Ort auf eine Decke oder ein Handtuch. Bei warmem Wetter solltest du innerhalb eines Tages entscheiden, wie es weitergeht, oder das Tier beim Tierarzt kühlen lassen.

2. Erinnerungen bewahren

Jetzt ist ein guter Moment für Dinge, die später nicht mehr möglich sind: ein letztes Foto, ein Pfotenabdruck, eine Fellsträhne. Nimm Halsband oder Marke ab, wenn du sie behalten möchtest. Und wenn du dir eine Urne in der Gestalt deines Tieres wünschst: Sammle jetzt die schönsten Fotos, am besten Kopf von vorne, von beiden Seiten und eine Ganzkörperaufnahme.

3. Die Möglichkeiten

  • Über den Tierarzt: Die Praxis nimmt das Tier gegen eine Gebühr an und übergibt es der Tierkörperbeseitigung. Das ist die einfachste, aber auch anonymste Lösung.
  • Im eigenen Garten: In den meisten Bundesländern für Kleintiere wie Hunde und Katzen erlaubt, mit Auflagen (siehe unten).
  • Tierfriedhof: Ein eigenes Grab mit festem Ort zum Trauern, meist mit jährlichen Gebühren.
  • Einäscherung im Tierkrematorium: Bei der Einzeleinäscherung bekommst du die Asche zurück und kannst sie in einer Urne zu Hause aufbewahren. Mehr dazu im Ratgeber Tierkrematorium.

4. Im Garten begraben: das solltest du wissen

  • Nur auf eigenem Grundstück (als Mieter mit Erlaubnis des Vermieters), nicht im Wald oder auf öffentlichen Flächen.
  • Nicht in Wasser- oder Naturschutzgebieten. Das weiß deine Gemeinde oder das Veterinäramt.
  • Mindestens etwa 50 cm Erde über dem Tier, Abstand zu Wegen und zur Grundstücksgrenze.
  • Nicht erlaubt, wenn das Tier an einer übertragbaren Seuche gestorben ist.
  • Pferde und andere Nutztiere dürfen nicht vergraben werden.

Ein Verstoß kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Frag im Zweifel kurz bei deiner Gemeinde nach.

5. Ein Ort für die Erinnerung

Viele entscheiden sich für die Einäscherung, weil das Tier dann „mit nach Hause kommt“, auch bei einem späteren Umzug. Unsere Büstenurnen gestalten wir nach deinen Fotos, damit die Urne deinem Tier gleicht. Die Asche ist sicher im Inneren aufbewahrt.

Häufige Fragen

Wie lange kann ein verstorbenes Tier zu Hause bleiben?

Einige Stunden bis etwa einen Tag, kühl gelagert. Bei Wärme besser früher entscheiden oder das Tier beim Tierarzt kühlen lassen.

Darf ich meinen Hund im Garten begraben?

In den meisten Bundesländern ja, auf eigenem Grundstück außerhalb von Wasserschutzgebieten, mit etwa 50 cm Erde darüber und Abstand zu öffentlichen Wegen. Die genauen Regeln legt deine Gemeinde fest.

Kann ich mir mit der Urne Zeit lassen?

Ja. Die Asche kommt vom Krematorium meist in einer einfachen Kapsel zurück. Eine persönliche Urne kannst du auch Wochen später gestalten lassen.

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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Informationen ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Regeln und Preise unterscheiden sich je nach Bundesland, Gemeinde und Anbieter.